Herbstlaub

Ein Haufen Laub beinhaltet so viel Lebensraum für allerhand Tiere – nicht nur für Igel, sondern auch für Würmer, Insekten und vielleicht kleinere Amphibien.

Laub ist das Abschlussgeschenk der Bäume in jedem Jahreslauf.
Darum, bitte nicht zum kommunalen Entsorgerhof wegfahren.

Auch kein Eichen- oder Walnusslaub. Aufgrund der Gerbsäure/ätherischen Öle braucht es nur länger bis der Verrottungsprozess abgeschlossen ist, als es bei Laub von anderen Bäumen oder Gehölzen der Fall ist. Da bietet sich dann vielleicht ein separater Haufen an.

Besser das Laub zu einem Haufen zusammen rechen und ggf. beschweren, damit die Blätter nicht beim nächsten Wind davon fliegen. So kann es über den Winter liegen bleiben.

Arbeitet man das angerottete Laub im kommenden Frühjahr in einen neuen Komposthaufen ein, dann entsteht feinste Erde. Diese können wir wieder im Garten ausbringen und die Pflanzen mit neuen Nährstoffen unterstützen.

Wenn wir Materialien aus unserem Garten, in unserem Garten lassen, können wir Schritt für Schritt das Gleichgewicht unseres Gartenkosmos auf eine neue Stufe heben.

Die Rückführung der Materialen über Kompost ist einer der Zauberhebel für einen lebendigen Garten.

Bei Mutter Erde ist nichts übrig. Alles hat (s)eine Aufgabe.

Vertiefung: Laub als Einstreu für Tiere?

Das frühlingshafte Herbstwetter hat mich heute beim Auswechseln des Einstreus für unsere Tiere tatsächlich dazu veranlasst, auch trockenes Laub dazuzufügen. Mir kam es vor als würde ich ganz intuitiv handeln. Etwas was irgendwie ganz klar ist. Gleichzeitig fragte ich mich, warum wir das eigentlich nicht immer schon so gemacht haben? Warum Laubeinstreu so verdrängt und vergessen wurde?

Warum Laub?
Früher als man noch keine Sägespäne kaufen konnte und es insgesamt weniger Stroh gab, war es ganz normal, dass die Tiere auf trockenem Laub lagen. Sogar in so manchen Betten wurde auf Laubsäcken geschlafen.

Für die Ställe ist besonders Walnuss- und Eichenlaub interessant. Dieses punktet aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle. Die Öle sollen Parasiten und Getier von den Tieren fernhalten. Zwar ist die Verkompostierung von Eichen- und Walnusslaub schwieriger. Doch im Endeffekt verrottet es genauso, es braucht nur länger als das Laub von anderen Bäumen.

Selbstverständlich sollte das Laubeinstreu wirklich trocken sein und natürlich auch regelmäßig ausgewechselt werden.

Doch die Vorteile liegen auf der Hand:
 – kostenlos
 – saugfähig
 – geruchsbindend
 – kompostierbar
– wärmedämmend

Ein Versuch ist es wert 😉 

14.11.2025

© 2025 Sabine Schwegler

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